Jahr: 1903

Im Jahr 1903 wuchs Wien weiter sowohl räumlich als auch kulturell. In den Außenbezirken entstanden neue Wohnblocks für die wachsende Arbeiterschaft, während in der Innenstadt prächtige Geschäfts- und Verwaltungsgebäude, wie das neu eröffnete Künstlerhaus, das Stadtbild prägten. Die Kaffeehauskultur blieb ein zentraler Treffpunkt für Intellektuelle und Künstler wie Gustav Klimt und Otto Wagner, die die Wiener Moderne maßgeblich mitgestalteten. Gleichzeitig investierte die Stadt in soziale Einrichtungen, darunter Schulen und Kindergärten, um den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht zu werden. Straßenbahnen und moderne Beleuchtungssysteme erleichterten den Alltag, während Theater, Museen und Konzerte das kulturelle Leben bereicherten. Wien zeigte sich als dynamische Großstadt, in der soziale Entwicklung, Architektur und Kunst eng miteinander verknüpft waren.