Jahr: 1904

Im Jahr 1904 stand Wien weiter im Zeichen städtischer Expansion und sozialer Reformen. In den Außenbezirken entstanden neue Arbeiterwohnhäuser, die mit modernen sanitären Einrichtungen und Grünflächen ausgestattet waren, um die Lebensqualität zu verbessern. Die Innenstadt wuchs ebenfalls weiter, geprägt von Büro- und Geschäftsbauten sowie öffentlichen Institutionen wie Schulen und Bibliotheken. Künstler und Architekten wie Otto Wagner und Koloman Moser prägten das Stadtbild mit ihren innovativen Entwürfen und trugen zur Entstehung der Wiener Moderne bei. Gleichzeitig florierte das kulturelle Leben in Theatern, Konzertsälen und Kaffeehäusern, die Treffpunkte für Intellektuelle und Bürger gleichermaßen blieben. Wien präsentierte sich damit als Stadt, die sozialen Fortschritt, architektonische Innovation und kulturelle Vielfalt miteinander verband.